1- und 2-Cent-Münzen bleiben in Deutschland weiterhin im Umlauf

In Italien sollen die 1- und 2-Cent-Münzen abgeschafft werden. In Deutschland hingegen wird der Kampf gegen das Kleingeld, den eine Initiative am Niederrhein gestartet hatte, wohl eingestellt.

Rund eineinhalb Jahre nach dem Start wird das Projekt in Kleve zur Abschaffung des Kleingelds wohl mangels Beteiligung eingestellt. Anfang Februar 2016 hatte die Initiative bundesweit Schlagzeilen gemacht, auch hatte es einige Anfragen gegeben, doch „in Deutschland scheinen viele Dinge nicht einfach umsetzbar zu sein“ – so Klaus Fischer, Mitinitiator der Aktion.

Rund 80 Kaufleute der Stadt hatten anfangs die Aktion mit getragen, bei der mit Einverständnis der Kunden auf 5 Cent auf- oder abgerundet werden sollte. 80 % der Kunden hätten, laut einer Umfrage der Hochschule Rhein-Waal, dieser „Rundungsaktion“ zugestimmt. Jedoch mussten die Händler ihren Kunden immer wieder ausführliche Erklärungen abgeben, die die Verkaufsabwicklung zu lange aufhalten. Das war auf Dauer zu aufwendig – vor allem in Geschäften, die viele krumme Summen kassieren wie etwa Bäcker.

Der Leiter des Zentralbereichs Bargeld der Deutschen Bundesbank, Stefan Hardt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Obwohl Italien aktuell plant, 1- und 2-Cent-Münzen nicht mehr in Umlauf zu geben, sind die Kleinmünzen in vielen Ländern bei der Bevölkerung weiterhin beliebt.“ Die Umlaufmenge des Kleingeldes steigt, obwohl Belgien, Finnland, Irland und die Niederlande bereits Rundungsregeln für den nationalen Bargeldverkehr eingeführt haben.

Generell gibt es in Deutschland nach Angaben der Bundesfinanzministeriums derzeit keine Überlegungen, nationale Rundungsregeln einzuführen oder die 1- und 2-Cent-Münzen aus dem Umlauf zu nehmen.

Quelle: Zeit.de


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