Handel soll Gebühren bei Kreditkartenzahlung übernehmen

Ab 2018 wird das Bezahlen per Kreditkarte für Kunden kostenlos. Die Kosten tragen dann die Händler, denn sie dürfen keine extra Gebühren bei Kreditkartenzahlung, bei Überweisungen und Lastschriften mehr verlangen.

Derzeit verlangen Handelshäuser häufig eine Gebühr, wenn Kunden für die Bezahlung ihre Kreditkarte einsetzen. Dies kommt besonders oft beim Online-Einkauf und hier vor allem im Touristikbereich vor, beispielsweise beim Bezahlen von Flügen und anderen Reisebuchungen.

Am Freitag, 2.Juni 2017 wurde im Bundestag beschlossen, dass ab Anfang 2018 für die gängigsten Kartenzahlungen wie Mastercard, für Überweisungen sowie für Lastschriften dem Kunden keine Gebühr mehr in Rechnung gestellt werden darf. Mit dieser Vorschrift setzt der Bundestag eine Vorgabe der Europäischen Union (EU) um.

Vertreter der Wirtschaft hatten gefordert, unterschiedlich hohe Gebühren für die verschiedene Kreditkarten vom Kunden fordern zu dürfen. Den Unternehmen entstehen je nach Karte unterschiedlich hohe Kosten, die sie nun nicht mehr weiter berechnen können.

Verbraucherschützer dagegen fürchteten um die Wahlfreiheit der Kunden, die dann nicht nur die vielen Kreditkartenangebote vergleichen müssten, sondern sich auch darüber informieren müssten, welche Gebühren die verschiedenen Händler für eine bestimmte Karte erheben. Dies wäre bei der großen Zahl von Einzelhändlern schlicht unmöglich.

Tritt die neue Regelung ab 2018 in Kraft, dann bleiben fortan Händler auf den Gebühren, die ihnen Mastercard & Co berechnen, sitzen.

Quelle: Süddeutsche.de


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