Wie viel Geld gibt es auf der Welt?

Eine nicht ganz so ernst gemeinte Frage – und eine rechnerische Antwort. Denn weltweit steigt die Menge der Banknoten. Die Liebe zum Bargeld ist offenbar so groß wie nie zuvor.

Immer wieder wird das Ende des Bargelds verkündet. Doch faktisch ist genau das Gegenteil der Fall. Die Zahl der Euro-Banknoten wächst gerade in jüngster Zeit. Fast 20 Milliarden Stück sind derzeit im Umlauf. Bei der Einführung der Euro-Scheine 2002 waren es gerade mal 7,8 Milliarden. Allein im vergangenen Jahr kamen rund 1,3 Milliarden Stück hinzu.

Auf jeden Bürger der Euro-Zone kommen theoretisch 58 Banknoten.
In den USA sind es deutlich mehr – rein rechnerisch 109 Dollar-Scheine! In Japan sogar 126 Yen-Banknoten. Doch die meisten Banknoten befinden sich nicht Umlauf. Für den täglichen Zahlungsverkehr – davon geht die Bundesbank aus – wird nur etwa 10 Prozent des Bargeldes genutzt. Der größere Teil dient zur Wertaufbewahrung – vor allem im Nicht-Euro-Ausland. Die Bundesbank schätzt, dass dies 50 Prozent der Euro-Scheine ausmacht. Noch größer wird dieser Anteil beim US-Dollar sein, der als weltweite Leitwährung angesehen wird und in vielen Ländern auch als Parallelwährung genutzt wird.

Die schwächsten Währungen verlieren durch Inflation ständig an Wert.
Am extremsten ist dies derzeit im Iran, wo man für einen Euro rund 36.000 Rial bekommt. Die Regierung in Teheran will demnächst die Währung in Toman umbenennen und eine Null streichen. Dann wird die schwächste Währung der Welt in Vietnam zu finden sein, wo ein Euro rund 25.200 Dong entspricht.

Dagegen haben die Währungen in einigen arabischen Staaten einen nominell besonders hohen Wert. In Kuwait z.B. kostet ein Dinar rund drei Euro, gefolgt von Bahrain, Oman und Jordanien. Nur zwei weitere Währungen sind wertvoller als der Euro: das britische Pfund und der Cayman-Dollar. Aber natürlich sagen solche Vergleiche nichts über Kaufkraft und Stabilität aus.

Ebenso wichtig wie der Wert ist die Fälschungssicherheit einer Währung.
Diese ist beim Euro besonders hoch. Im vergangenen Jahr wurden zwar rund 700.000 falsche Euro-Scheine sichergestellt. Doch bezogen auf die Gesamtzahl der Banknoten sind das gerade mal 0,000034 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, einen gefälschten Schein in die Hand zu bekommen, liegt also bei 1 : 30.000. Das Bezahlen mit Bargeld ist deshalb auch weiterhin sicher und wohl noch lange nicht vom Aussterben bedroht.

Quelle: welt.de


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