Anbieter elektronischer Zahlungsmittel nutzen die Corona-Krise aus?

03.04.20 / Viele Geschäfte weisen ihre Kunden derzeit darauf hin, nicht mit Bargeld zu zahlen, um das Infektionsrisiko zu verringern. Völlig unnötig, wie unter anderem das Robert Koch-Institut, die Deutsche Bundesbank und die EZB schon mehrfach klarstellten.

„Vielen ist gar nicht bewusst, dass gerade jetzt der War on Cash in die nächste Runde gegangen ist. Die Anbieter unbarer Zahlungsmittel locken Händler mit Flatrates und verbesserten Zahlungsmodalitäten. Das Infektionsrisiko ist dabei vorgeschoben, um auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umzusteigen“, so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der BDGW.

Für das Infektionsrisiko muss der Gesamtvorgang des Einkaufens betrachtet werden. Jeder Griff nach einem Einkaufskorb, der Kühltheke und jedem Produkt birgt ein erhöhtes Risiko. Jeder Kunde legt die Ware auf das Band, die Beschäftigten scannen die Produkte, der Kunde greift wieder danach… am Ende macht es keinen Unterschied mehr, ob der Kunde zum Handy, nach Bargeld oder einer Karte im Geldbeutel greife.

Alle Bedenken zum „gläsernen Kunden“ scheinen in der Krise ausgeschaltet zu sein. Auch die Risiken, die beispielsweise die Erhöhung des Zahlungslimits für kontaktloses Bezahlen für den Verbraucher mit sich bringen, werden nicht weiter erörtert.

„Da nun auch bei höheren Zahlbeträgen keine Sicherheitsmerkmale mehr geprüft werden, eröffnen sich Kriminellen immer lukrativere Möglichkeiten des Betrugs. Bargeldloser Zahlungsverkehr bietet also nicht nur keinen Schutz vor COVID-19, sondern erhöhe das Betrugsrisiko“, so Olschok und verweist auf die Stellungnahme der BDGW „Stoppt die Bargeldverdrängung“.

Pressemitteilung der BDGW 9 / 2020
Brancheninformation (www.bdgw.de)


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