Deutsche horten verstärkt Bargeld

28.04.20 / Obwohl es keine Zinsen abwirft, vertrauen viele Deutsche gerne auf Bargeld als sichere Geldanlage. Seit Jahren hält der Boom von Scheinen und Münzen an. Die Corona-Krise treibt die Entwicklung noch zusätzlich voran.

Seit Beginn der Corona-Krise zeigt sich einer Studie zufolge, dass Deutsche verstärkt Bargeld horten. Der Umlauf von Scheinen und Münzen im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder acht Prozent, laut einer Analyse der Beratungsfirma Barkow Consulting.

Verglichen mit Januar/Februar beläuft sich der “Corona-Sondereffekt” auf etwa 30 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 20 Prozent oder sechs Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland. Auch die Bundesbank hatte zu Beginn der Krise zunächst einen Anstieg der Nachfrage nach Scheinen und Münzen festgestellt. Anschließend seien die Volumina aber wieder deutlich zurückgegangen.

Bargeldbestände seit 2013 verdoppelt

Der Analyse zufolge halten die Menschen in Deutschland Ende 2019 insgesamt 253 Milliarden Euro in Bargeld – 32 Milliarden oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind durchschnittlich mehr als 3000 Euro in bar für jeden Bundesbürger.

Der Boom von Scheinen und Münzen setzte den Daten zufolge mit der Niedrigzinsphase im Euroraum ein. Seit Ende 2013 haben sich demnach die Bargeldbestände in Deutschland mehr als verdoppelt. Und dies, obwohl es durch die Inflation in den letzten Jahren einen Wertverlust von durchschnittlich etwa ein bis zwei Prozent gab.

Quelle: n-tv.de


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